Unterwegs auf dem Kochersteig – Etappe 1

Etappe 1 von Schwäbisch Hall nach Braunsbach-Döttingen (16,8 KM)

Die Highlights der Etappe:

  • historische Altstadt von Schwäbisch Hall
  • Kirche St. Michael
  • Ehemalige Burg in Eltershofen
  • historischer Ortskern von Geislingen

Die erste Etappe beträgt 16,8 Kilometer. Kurz hinter Schwäbisch Hall verläuft der Weg direkt steil auf die Hohenloher Ebene. Befindet sich die meiste Infrastruktur und der „Zivilisationslärm“ im Tal, so wandert man sozusagen aus der Hektik in die Stille und Einsamkeit des Hochplateaus. Immerhin handelt es sich hier um einen „Steig“ und so verläuft die Wegstrecke weitestgehend am Hang und quert nur ab und an den Kocher. Am Ende des Tages hat man 400 Höhenmeter hinauf und 500 Höhenmeter hinunter absolviert. Da kommt schon manchmal die Versuchung auf, einfach den bequemen Radweg direkt entlang des Flusses zu nehmen.

Die erste Etappe verläuft hauptsächlich durch Wald und auf Feldwegen entlang des Waldes. Festes Schuhwerk ist sehr zu empfehlen, da es gerade bei den Abstiegen im Wald teilweise schlammig und rutschig ist. Vorbei an malerischen Ortschaften wie Geislingen unterquert man etwa auf der Etappenhälfte die gigantische Kochertal Autobahnbrücke der A6. Diese ist schon von weitem zu sehen und dominiert eine Zeit lang die Szenerie bis sie dann in Braunsbach langsam wieder aus dem Blick verschwindet.

In den Ortschaften kann man einkehren, es gibt allerdings keine Supermärkte oder Geschäfte entlang der Strecke, daher ist es sinnvoll sich bereits in Schwäbisch Hall zu versorgen. Es gibt einen Rewe direkt am Weg. Auch am Etappenziel Schloss Döttingen gibt es weder Geschäfte noch Cafes und man ist komplett auf die Infrastruktur des Hotels angewiesen. Unterwegs kann man sich ruhig etwas Zeit lassen. Ich bin bereits um 13:30 angekommen und hatte somit viel Zeit zum entspannen. Dennoch (oder deswegen) kam ich ganz schön ins Schwitzen und freute ich mich auch auf eine warme Dusche.

Hotel Schloss Döttingen

Das Hotel liegt direkt nach dem Ortschild auf der linken Seite. Die Zimmer sind angenehm und hübsch eingerichtet, auch hier ist alles vorhanden was man von einem Hotel erwartet. Zimmer und Bad waren sauber und es gab kostenfreies WLAN (nach einer Registrierung). Sehr wichtig für einen Blogger :-)!

Handyempfang gibt es hingegen zumindest für o2 in Döttingen nicht! Eine interessante Kombination, die sich aber mit Skype lösen lässt. Im Außenbereich findet man einen Hotelpool mit natürlicher, ökologischer Wasserklärung durch kleine Teiche. Es war mir leider noch etwas zu frisch sonst hätte ich dieses Angebot gerne, zumindest für meine Beine ausprobiert.

Zum Abendessen entschied ich mich für einen Schmorbraten mit Suppe und Salat im Menü. Das Essen war insgesamt gut aber nichts sonderlich überraschendes. Für 17,90 Euro allerdings nicht eben günstig. Alternativen hätte es hier im Ort aber ohnehin nicht gegeben. Das Personal war sehr freundlich und zuvorkommend. Das Ambiente könnte man ein wenig als „Stuck in the 80s“ beschreiben.

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