Kostenloser Xtra PC USB in 3 Schritten

Alten PC per USB-Stick beschleunigen

Vielleicht habt ihr schon einmal eine Werbung für den Xtra PC USB gesehen? Der Hersteller bietet USB-Sticks an, die langsame oder alte PCs und Laptops beschleunigen oder sogar schneller machen sollen. Für eine von 3 Ausbaustufen (16, 32 , oder 64GB) werden zwischen 34,99 und 79,99 Dollar verlangt. Eine vergleichsweise kleine Investition um den Neukauf eines Laptops zu vermeiden, oder eben einen „Xtra“, einen zusätzlichen PC, zum Beispiel für die Kinder zu bekommen.

Wie funktioniert der USB-Stick-PC?

Der Stick bootet ein komplettes Betriebssystem auf Linux-Basis. Damit könnt ihr viele Dinge des täglichen Bedarfs machen, etwa Surfen, Mailen, Filme schauen, Musik hören oder Texte schreiben. Das geht sogar dann, wenn im PC keine funktionierende Festplatte mehr existiert (allerdings könnt ihr natürlich dann auch keine Dateien darauf abspeichern).

Da Linux gegenüber Windows um einiges effizienter und schneller läuft, ergibt sich eine bessere Performance auf alten Systemen.

Aber ACHTUNG:
Da das installierte Windows komplett „umgangen“ wird, könnt ihr nicht auf die dort installieren Programme, etwa Spiele zugreifen. Technisch gesehen ist der sagenumwobene Xtra PC einfach nur eine freie Linux Distribution, (Lubuntu OS) die auf einem bootbaren USB-Stick installiert ist.
Korrekt!:
Lubuntu ist eine freie Software und kostenlos! Der Vertreiber von Xtra PC verkauft euch also im Prinzip einen USB-Stick mit Firmenlogo und freier Software. Das letzte mal als ich bei Amazon geschaut habe, hat ein neuer 64GB Stick ca. 12€ gekostet. Der Service der Softwareinstallation kostet euch daher ungefähr 50€, wohlgemerkt ohne Versand!

Geld sparen und den Stick selbst mit Lubuntu bespielen.

1 – Aktuelle Lubuntu Version herunterladen

Die jeweils aktuelle Version bekommt ihr hier. Achtet darauf, entweder die 32 oder die 64-Bit Variante zu laden. Diese muss zum PC passen auf dem der Stick später eingesetzt werden soll. Wie man das herausfindet könnt ihr in diesem Video sehen.

2 – RUFUS herunterladen und installieren

RUFUS braucht ihr um den LUBUNTU-Download auf euren Stick zu „mounten“. Die Software erzeugt euch einen bootbaren Stick und ist sehr benutzerfreundlich. Installiert Rufus nach dem Download.

3 – Lubuntu auf den USB-Stick „mounten“

Rufus in Aktion

Starte Rufus und Installiere jetzt LUBUNTU auf deinem USB-Stick, indem du den leeren Stick in einen USB-Port steckst und dann innerhalb von Rufus auswählst. Wähle dann die LUBUNTU-Datei über „AUSWAHL“ aus und klicke dann auf „Start“. Rufus arbeitet nun und nach einer Weile ist eurer Stick…

Fertig!

Jetzt müsst ihr den fertigen Stick nur noch in den anderen PC Stecken. Der PC muss so eingestellt werden, dass er vom USB-Stick bootet und schon kann es losgehen. Das klappt entweder automatisch oder muss im BIOS eingestellt werden. Eventuell ist die Bootsequenz auf per Taste (meistens F5 oder F8) manuell auszuwählen. Wenn ihr nicht wisse, wie man die Bootreihenfolge im Bios einstellt könnt ihr es in diesem Video lernen.

10 Kommentare zu „Kostenloser Xtra PC USB in 3 Schritten“

  1. Raina Jeschke

    Wenn man einen USB 3.0 Stick verwendet, ist das Ganze recht flott, bei 2.0 schon nicht mehr richtig und bei USB 1.0 kann man es vergessen.

  2. Siegmar Herrlinger

    Bleibt zu erwähnen, dass der „Xtra-Stick“ natürlich auch unter Linux erzeugt werden kann. Etwa im Terminal mit „sudo dd if’=ISO-Image of=/dev/sdx“. Wobei ISO-Image für die ISO-Datei steht und sdx für den USB-Stick.

    Auf manchen Rechnern geht es auch mit SD-Karten. Voraussetzung das BIOS sieht BOOT vom Kartenlaufwerk vor.
    Und natürlich: Lubuntu kann auf PCs und MACs installiert werden. Auch vom USB-Stick.

  3. Thomas Ritzerfeld

    Nach einem Artikel in der Computerbild wollte ich einen Linux Live Stick selbst erzeugen. Der Download der 32-Bit Version dauerte aber viel zu lange. Eine Fortsetzung an einem anderen Tag mit Opera funktionierte nicht und mit FreeDownloadManager war überhaupt kein Download möglich. Ich habe mir daher bei Amazon einen Linux Mint Stick mit 32 und 64 Bit bestellt. Der funktionierte an meinem Netbook auch auf Anhieb. Die Verbindung mit dem WIFI in unserer Bibliotheksfiliale war problemlos und das Surfen mit Firefox wie gewohnt.

    Mein Problem ist, daß es sich um ein englischsprachiges Linux handelt und die Bedienung des QWERTY-Tastaturlayouts mit einer QWERTZ-Tastatur extrem nervt.

    Kann man auch einen deutsch lokalisierten Live Stick (vor allem Tastaturlayout) herstellen?

    Und gibt es auch unter Linux portable Software (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Portable_Software, so daß man trotz Live Stick Programme auf einem Linux Unterverzeichnis des Notebooks installieren kann?

  4. hallo Hier ist Otmar.
    ich habe Xtra PC USB in 3 Schritten auf einen USB geladen und möchte in Erfahrung bringen, die ich die schreibegschütze Software auch wieder löschen kann?
    besten Dank

  5. prüfen sie zunächst ob ein hardwareschreibschutz am stick aktiviert ist (kleiner schalter). der stick lässt sich an einem anderen pc mit rechtsklick „formatieren“ über den arbeitsplatz löschen. wenn das nicht geht, dann nutzen sie die „datenträgerverwaltung“ um den stick wieder mit NTFS oder Fat32 zu formatieren.

  6. Hallo. Hier eine kleine Alternative mit zwei Stiften: 1) Linux als ISO-Datei laden und mit Lili-Bootmanager oder Rufus auf einen alten 4 GB Stift kopieren. Einen neuen z.B. 32 GB Stift zusätzlich in den Rechner stecken und vom alten USB-Stift Linux starten. Dann Linux auf den neuen 32 GB Stift installieren. So kann u.A. Deutsch als Sprache gewählt werden, Farben können geändert werden und es können wichtige Updates nachgeholt werden. Den alten 4 GB Stift braucht man dann nicht mehr.

  7. Jürgen Spinrath

    Ich will das Mal testen,da ich meistens nur meine E- Mails abfragen will ist mir Windows10 zu lahm.melde mich wieder wenn Test durchgeführt.

  8. Für Toshiba 2009 war es unmöglich eine Internetverbindung herzustellen oblgleich im Windows die Verbindung stand von wo die Installation begonnen wurde.
    Da alle OFFICE Dateien nur mit Open OFFICE zu bearbeiten sind, gehen viele Foematierungen verloren. Power z. B. WIRD völlig unbraucbar … andere APPS können auggrund begrenzten Speichers kaum installiert werden.
    Wer nur surfen will umd NEUE Dateien erstellen will kann mit Xtra PC seinen gestörten PC halbwegs zum Laufen bringen.

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