Als das Internet noch wild war: Erinnerungen an HGich.T und Tutenchamun

Als das Internet noch wild war: Erinnerungen an HGich.T und Tutenchamun

Ach, herrje, erinnerst du dich noch an die frühen 2000er? Das war eine Zeit, in der das Internet noch ein wilder, ungezähmter Ort war. Bevor Algorithmen und perfekt durchproduzierte Influencer-Videos alles glattbügelten, gab es da noch echte Perlen. Content, der einfach entstand, weil jemand eine abgefahrene Idee hatte. Und genau da kommt HGich.T ins Spiel – und mit ihnen ein Video, das sich unauslöschlich ins kollektive Gedächtnis einer ganzen Generation gebrannt hat: „Tutenchamun“.

Was zur Hölle war Tutenchamun überhaupt?

Mal ehrlich, „Tutenchamun“ ist schwer zu beschreiben, wenn man es noch nie gesehen hat. Es ist ein bizarres, hypnotisches und herrlich low-fi Musikvideo des Hamburger Kunstkollektivs HGich.T aus dem Jahr 2008. Stell dir eine Mischung aus Performance-Kunst, Dadaismus und einem Sound vor, der dir sofort als Ohrwurm in den Kopf springt. Die Hauptrolle spielte natürlich Tutenchamun selbst, begleitet von unvergesslichen Charakteren wie „die schöne Maike“ oder „Dr. Diamond“ als Polizist. Alles sehr DIY, sehr schräg und absolut einzigartig.

Viral vor der Viralität: Warum ging das so ab?

In einer Zeit, als YouTube noch in den Kinderschuhen steckte und der Begriff „viral gehen“ noch nicht so inflationär benutzt wurde, stach „Tutenchamun“ heraus. Es war der Beweis, dass man keine Millionenbudgets brauchte, um die Leute zu erreichen. Man brauchte nur eine Idee – und vielleicht eine ordentliche Portion Wahnsinn. Dieses Video war so anders, so unkonventionell und so herrlich unperfekt, dass es zu einem echten Kultphänomen wurde. Es war ein Insider-Witz für alle, die das Internet liebten, bevor es komplett Mainstream war. Man teilte es mit Freunden, zeigte es auf Partys und grinste sich wissend an, wenn jemand die Zeile „tutenchamun, tutenchamun“ summte.

Für viele ist „Tutenchamun“ nicht nur ein Musikvideo, sondern ein Stück Internetgeschichte, das uns daran erinnert, wie frei und unkonventionell die digitale Welt mal war. Ein echtes Relikt aus einer Zeit, in der Content noch nicht auf Algorithmen getrimmt wurde, sondern einfach nur… da war.