DDR-Werbefilm „Flegeleien“ (1980): Wenn Rauchen zur echten Qual wird
Heute tauchen wir mal ein bisschen in die Vergangenheit der Werbung ab – genauer gesagt in die gute alte DDR. Das Jahr 1980 war nicht nur das Jahr, in dem Super Mario zum ersten Mal das Licht der Welt erblickte (damals noch als Jumpman in Donkey Kong!), sondern auch das Jahr, in dem ein ziemlich abgefahrener Werbefilm namens „Flegeleien“ über die Bildschirme flimmerte. Und dieser Streifen hatte es wirklich in sich, wenn es darum ging, die Leute vom Glimmstängel wegzubekommen!
Was im Anti-Raucher-Schocker „Flegeleien“ passiert
Vergiss subtile Botschaften! „Flegeleien“ inszeniert drastische und oft überzogene Szenen aus dem Alltag, um die Gefahren des Rauchens zu verdeutlichen. Stell dir vor, du sitzt im Restaurant, bei der Arbeit oder in einer Sitzung, und überall wird geraucht – so richtig exzessiv, dass es schon wehtut. Genau das zeigt der Film und macht unmissverständlich klar, dass Rauchen nicht nur die eigene Gesundheit ruiniert, sondern auch die der Mitmenschen. Besonders schockierend, und sicherlich der Moment, der am meisten im Gedächtnis bleibt, ist die Szene, in der einem Kleinkind anstelle des Schnullers ein Zigarillo in den Mund gesteckt wird. Eine heftige Überzeichnung, die aber genau den Punkt treffen sollte: Schluss mit dem Qualm!
Hintergrund: „Werbung auf Sender“ und das Deutsche Hygiene-Museum
Dieser besondere Werbefilm war Teil einer ganzen Reihe von Kurzfilmen, die unter dem Titel „Werbung auf Sender“ zwischen 1977 und 1981 im Fernsehen der DDR ausgestrahlt wurden. Insgesamt 24 solcher Spots produzierte Gottfried Stejskal. Das Besondere daran: Sie waren meist unter fünf Minuten lang und setzten auf einen weniger pädagogischen, sondern eher journalistischen Ton. Man ging direkt ins Thema, stellte gezielte Fragen, holte Bürger-Statements ein und ließ Experten zu Wort kommen. Das Ganze wurde mit dynamischer Musik und farbigen Titelgrafiken aufgepeppt, um die Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Auftraggeber war übrigens das renommierte Deutsche Hygiene-Museum in Dresden, das auch heute noch ein wichtiger Ort für Gesundheitsaufklärung ist. Ein spannendes Zeitdokument, das zeigt, wie man damals die Bevölkerung für ein wichtiges Gesundheitsthema sensibilisieren wollte.
Quelle: Diesen historischen Werbefilm haben wir dank Sinn-Frei.com entdeckt.

Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.