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The Dig (1995): Spielbergs Adventure und seine lange Entstehung

Asteroid mit leuchtenden Kristallen und Astronautenhelm
  • Lesezeit etwa 4 Min.
  • 6 Quellen am Ende

Eine Idee von Steven Spielberg, sechs Jahre Entwicklung und vier Projektleiter: Das LucasArts-Adventure The Dig mit Tabelle, Rezeption und vier Videos. Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Netflix-Film von 2021, der von einer Ausgrabung in England handelt. Einordnung in die Reihe: Das Ende von LucasArts und Indiana Jones bei LucasArts.

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Inhalt (4)

Das Spiel (1995)

  • Release: 1995 für MS-DOS und Mac. Die Infobox nennt den 24. November 1995, der Text spricht von Dezember 1995. Es war das letzte SCUMM-Spiel auf MS-DOS. Am 8. Juli 2009 folgte eine Neuauflage über Steam.
  • Handlung: Ein Team soll den Asteroiden „Attila“ sprengen, um eine Kollision mit der Erde zu verhindern. Im Inneren werden sie auf einen fremden Planeten verschlagen und müssen mit Xenoarchäologie die Technik einer verschwundenen Zivilisation verstehen. Zentral sind die Lebenskristalle und die Frage nach dem Schicksal der Außerirdischen.
  • Hauptfigur: Commander Boston Low, gesteuert per Mauszeiger.
  • Minispiel: „Asteroid Lander“ im Kommunikatormenü.
  • Roman: Alan Dean Foster schrieb eine Romanadaption, zu der auch ein Hörbuch erschien.

Das deutsche Intro in einem Upload von „SpielPille“ (rund fünf Minuten):

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Die lange Entstehung

  • Idee: Steven Spielberg entwickelte sie zunächst für die Serie „Amazing Stories“, dann als Film. Da eine Verfilmung zu teuer war, wurde sie als Adventure umgesetzt.
  • Start: Das erste Designtreffen fand 1989 auf der Skywalker Ranch statt, unter anderem mit Spielberg, George Lucas, Ron Gilbert und Noah Falstein.
  • Dauer: Die Entwicklung dauerte am längsten aller LucasArts-Adventures. Projektleiter waren nacheinander Noah Falstein (rund 18 Monate), Brian Moriarty, Dave Grossman und Sean Clark, der das Spiel 1995 fertigstellte; er strich die Figur Toshi Olema, benannte „Judith“ in „Maggie“ um und stellte die Technik wieder auf SCUMM um (The Dig Museum bei Mixnmojo).
  • Inhalt: Die frühe Version war blutiger und für Erwachsene gedacht. Nach den Beschwerden zu „Jurassic Park“ ließ Spielberg die Gewalt entschärfen.
  • Gestrichen: Eine Überlebenskomponente (Wasser und Nahrung), die Erkundung von Städten und die Figur Toshi Olema. Falstein sagt, kaum eines seiner Konzepte sei übrig geblieben, die Geschichte von Moriarty, an der er mitarbeitete, machte rund 80 Prozent der fertigen aus; das Zwei-Teams-Konzept wurde wegen der Technik der Zeit auf einzelne Spielfiguren gekürzt (Interview mit Noah Falstein, Mixnmojo).
  • Angekündigt: Das Spiel war für das zweite Quartal 1992 angekündigt, dieser Termin wurde nicht gehalten.

Die Geschichte der Entwicklung erzählt der Kanal „Cannot be Tamed“ (englisch, rund 27 Minuten):

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Und eine kürzere Dokumentation von Lostalgia (englisch, rund 17 Minuten):

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Technik, Besetzung und Musik

BereichAngabe
TechnikSCUMM (Grafik), INSANE (Zwischensequenzen) und iMUSE (Audio); gezeichnete 2D-Grafik kombiniert mit vorgerenderten 3D-Clips
AutorenSteven Spielberg, Orson Scott Card (Dialoge) und Brian Moriarty
Artist und CGBill Tiller war Artist, ILM erstellte CG-Sequenzen
SprecherBoston Low: Robert Patrick; Ludger Brink: Steve Blum; Maggie Robbins: Mari Weiss
MusikMichael Land auf einem Kurzweil K2000, angereichert mit Wagner-Samples; das 1996 erschienene Album war der erste separat verkaufte Soundtrack eines LucasArts-Spiels

Zum Soundtrack: Daniel Albu spricht mit dem Komponisten Michael Land (Conversations with Curtis, englisch, rund 41 Minuten):

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Rezeption und Verkäufe

  • Kritik: Gemischt bis positiv. Gelobt wurden Atmosphäre, Musik und Zwischensequenzen, kritisiert wurden zu schwere Rätsel, teils veraltete Grafik, Sprachausgabe und Dialoge. Beispiele: Edge 8/10, PC Gamer 88 Prozent, GameSpot 4,5/10, Adventure Gamers 3/5. GameSpot (Jeffrey Adam, 1. Mai 1996) nannte es „einen Schritt zurück“ gegenüber den vorherigen LucasArts-Adventures, kritisierte vorhersehbare Wendungen, schwere und teils unlogische Rätsel und fehlenden Humor.
  • Listen: Adventure Gamers führte es 2011 auf Platz 92 der besten Adventures, GamesMaster 1996 auf Platz 75 der Top 100.
  • Verkäufe: LucasArts meldete bis Anfang 1998 weltweit 300.000 verkaufte Exemplare, Bill Tiller berichtete später, die Geschäftsleitung habe das als Enttäuschung empfunden.

Wie das Spiel mit Abstand wirkt, zeigt die Reinstall-Folge von PC Gamer (englisch, rund sieben Minuten):

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Zum Weiterhören: Bill Tiller bei The Retro Hour (englisch, rund 1,7 Stunden, zu The Dig und The Curse of Monkey Island). Brian Moriarty, der das Projekt in der zweiten Phase leitete, hat die Firma laut Wikipedia 1993 verlassen, als diese Phase scheiterte. Im Interview mit Aventura y Cía schildert er seine Anfänge bei Infocom und die Figur Toshi Olema.

Quellen (6) · Stand Oktober 2026

Dazu: die Beschreibungen der verlinkten Videos.

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