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Die ersten Esport-Legenden: Thresh, Fatal1ty, BoxeR und Daigo

  • Lesezeit etwa 4 Min.
  • 11 Quellen am Ende

Thresh, Fatal1ty, BoxeR und Daigo stehen für die ersten Jahre des Wettkampfspiels, vom Preisgeld in Form eines Sportwagens bis zum Vertrag mit einem Mobilfunkkonzern. Aufgenommen sind nur öffentlich dokumentierte Karrieredaten.

Hinweis: Videos werden erst nach deinem Klick von YouTube geladen. Das hier ist eine unabhängige Fan-Seite, genannte Spiele und Marken gehören ihren Inhabern. Es geht ausschließlich um die sportliche und berufliche Laufbahn.

Inhalt (6)

Die vier im Vergleich

SpielerSpielBekannt durch
Thresh (Dennis Fong)Doom, QuakeSieg bei Red Annihilation 1997, roter Ferrari 328 GTS als Preis; Guinness erkennt ihn als ersten Profi-Gamer an
Fatal1ty (Johnathan Wendel)Quake III, UT2003, Doom 3, PainkillerWeltmeistertitel in mehreren Spielen, eine Hardware-Marke unter eigenem Namen; Profilaufbahn bis 2006
BoxeR (Lim Yo-hwan)StarCraft: Brood WarSüdkoreas bekanntester StarCraft-Spieler, später Auftritte in Unterhaltungssendungen und Poker
Daigo UmeharaStreet FighterEvo Moment 37 (2004), ein Guinness-Rekord für das meistgesehene Prügelspiel-Match auf YouTube

Thresh: Quake und der Ferrari

  • 1997: Beim vom Microsoft gesponserten Turnier „Red Annihilation“ auf der E3 in Atlanta gewann er einen roten Ferrari 328 GTS, der zuvor John Carmack gehörte. Guinness nennt ihn den ersten professionellen Videospieler, der in fünf Jahren jedes Turnier gewann, an dem er teilnahm („der Michael Jordan der Gaming-Welt“).
  • Einstieg: Er begann 1993 mit Doom, sein Name leitet sich von „Threshold of Pain“ ab und wurde wegen einer Acht-Zeichen-Grenze gekürzt. 1995 gewann er das Microsoft-Turnier „Judgment Day“ in Seattle.
  • Finale 1997: Gegen Tom „Entropy“ Kimzey gewann er mit 14 zu −1.
  • Danach: Er zog sich 1997 vom Wettkampf zurück und gründete Unternehmen, darunter GX Media (Gamers.com) und als Mitgründer Xfire, das Viacom im April 2006 für 102 Millionen US-Dollar kaufte. Am 27. Juli 2016 wurde er als zweite Person in die ESL Hall of Fame aufgenommen.

Fatal1ty: Preisgelder und eine Marke

JahrEreignis
Oktober 1999Erster Turniersieg bei einem CPL-Turnier in Dallas, 4.000 US-Dollar
2000Er gewinnt zwölf weitere Einzelturniere, darunter die World Cyber Games in Seoul
2001CPL-Weltmeister in Aliens vs. Predator 2: ein lackierter Ford Focus und 40.000 Dollar
2003Gründung von Fatal1ty Inc., zunächst Mauspads aus einem Keller in Kansas City (die Wikipedia nennt 2002)
2004Erster Doom-3-Champion bei der QuakeCon (25.000 Dollar)
2005Painkiller beim CPL-Finale in New York, 150.000 Dollar, das größte Einzelpreisgeld seiner Laufbahn
2006Ende der Profilaufbahn
2016Eine Kopfhörerlinie unter seinem Namen kommt in 600 Best-Buy-Filialen

Die Summe der Preisgelder wird je nach Stand unterschiedlich angegeben: Im Januar 2006 nannte CBS „mehr als 300.000 Dollar“ und Titel in vier Spielen, 2016 sprach Sports Illustrated von fast 500.000 Dollar und zwölf Weltmeisterschaften in fünf Spielen. Bis 2013 war er der Spieler mit den höchsten Preisgeld-Einnahmen. Er wurde 2010 in die International Video Game Hall of Fame aufgenommen, 2018 in die ESL Esports Hall of Fame.

Fatal1ty trainierte laut CBS bis zu 8 bis 12 Stunden am Tag und nannte sein Fitness-Programm „Neuro-Fitness“.

BoxeR: Südkoreas Superstar

  • Dezember 1999: erster Turniersieg in StarCraft: Brood War bei der SBS Multi-Game Championship.
  • 2001: Sieg bei der Hanbitsoft OSL, damit die sogenannte „Royal Road“, und bei der Coca-Cola OSL; Goldmedaillen bei den World Cyber Games 2001 und 2002.
  • Fernsehen und Spielfeld: Zwei rund um die Uhr sendende Spielekanäle machten Spieler zu Prominenten, ein Turnier 2004 in Busan zog etwa 100.000 Zuschauer.
  • Nach der Karriere: Er trat in koreanischen Unterhaltungssendungen auf und wurde Pokerspieler. Mit 603 Siegen und 430 Niederlagen beendete er 2013 die Laufbahn.

Zum Spiel selbst: StarCraft: Brood War. Zur deutschen Seite der Szene: Clan-Kultur und Grubby.

Daigo: Moment 37

Beim Evo-Turnier am 1. August 2004 in Pomona traf Daigo Umehara im Verliererbaum von Street Fighter III: 3rd Strike auf Justin Wong. Mit Ken war er fast ohne Lebensenergie, parierte rund 15 Angriffe von Wongs Chun-Li und gewann das Match. Guinness führt die Aufnahme als meistgesehenes Prügelspiel-Match auf YouTube, mit 9.095.836 Aufrufen (Stand 3. März 2020). Der Sponsorenvertrag mit Mad Catz wurde am 23. April 2010 bekannt gegeben.

Vier Videos

Thresh gegen Entropy im Finale von Red Annihilation 1997 (Kanal TheAGPTour, rund elf Minuten):

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Fatal1ty gegen Makaveli im Finale der Razer CPL 2000 in Dallas, Quake III (Kanal All Demos, rund 15 Minuten):

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Ein Zusammenschnitt über BoxeR („The Emperor“, Kanal G5Media, rund zehn Minuten):

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Und der offizielle Evo Moment #37 (Kanal Evo Events, 75 Sekunden):

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Quellen (11) · Stand Oktober 2026

Dazu: die Beschreibungen der verlinkten Videos.

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