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Wer Anfang der 2000er online spielte, gehörte oft zu einem Clan mit eigener Seite, eigenem Server und einem Platz in der Liga. Wie das aufgebaut war und welche deutschen Namen dazugehörten, steht hier.
Hinweis: Videos werden erst nach deinem Klick von YouTube geladen. Das hier ist eine unabhängige Fan-Seite, Clan- und Spielnamen sind Marken ihrer Inhaber. Ich nenne nur öffentlich dokumentierte Clans und keine Privatpersonen.
Was ein Clan ist
Die englische Wikipedia beschreibt einen Clan als organisierte Gruppe von Spielern, die regelmäßig gemeinsam in einem oder mehreren Mehrspielerspielen aktiv ist. Manche nehmen an Wettkämpfen teil, andere sind kleine Freundeskreise. Die Größe reicht von wenigen Personen bis zu über viertausend Mitgliedern, die Lebensdauer von wenigen Wochen bis über ein Jahrzehnt. Das OMR-Magazin nennt Clans die „Vereine“ der Esport-Welt.
Seite, Server, Liga
- Eigene Website mit Forum: Viele Clans betrieben offizielle Seiten mit Foren und vergaben intern Auszeichnungen.
- Eigene Server mit eigenen Regeln: In Ego-Shootern betrieben Clans häufig Server mit selbst gewählten Regeln, etwa nur Pistolen.
- Teams im Team: Die besten Mitglieder bildeten oft Auswahlteams, die den Clan in Online-Kämpfen vertraten.
- Liga: Die Deutsche Clanliga (DeCL) entstand etwa 1997 und war Vorläufer der ESL, die 2000 daraus hervorging.
Deutsche Namen
| Name | Belegte Angaben |
|---|---|
| SK Gaming (ursprünglich „Schroet Kommando“) | 1997 in Oberhausen als Quake-Clan gegründet; heute mit Büros in Köln und Berlin |
| SK Gaming | 2003 verpflichtete die Organisation als erste E-Sport-Organisation Spieler mit Vertrag |
| mousesports (heute MOUZ) | 2002 von deutschen Counter-Strike-Spielern in Berlin gegründet, Counter-Strike blieb das Aushängeschild; 2002 dritter Platz bei den World Cyber Games |
| TAMM | Laut Beschreibung einer Counter-Strike-Dokumentation galt der Clan als nahezu unbezwingbar und gewann in der Clanbase 78 Spiele in Folge |
| ESL (Liga) | 2000 aus der Deutschen Clanliga hervorgegangen, zunächst unter dem Namen Turtle Entertainment; 2015 kaufte die schwedische MTG 74 Prozent der Turtle Entertainment für 87 Millionen US-Dollar |
Die Bühnen
Auf der internationalen Seite spielte die CPL eine Rolle: Am 14. März 2001 löste Counter-Strike Quake III Arena als offizielles Turnierspiel des CPL World Championship Event ab. Der CPL Summer 2003 war mit 200.000 US-Dollar Preisgeld, 16 Teams und 80 Spielern eines der höchstdotierten Counter-Strike-Turniere. Mehr zur Szene und zu einem Film, der sie festgehalten hat, steht im Beitrag A Gamer’s Day, zu den Frauen in der Szene im Sammelbeitrag.
Zwei Videos
Der Aufstieg und Fall des TAMM-Clans (Kanal Book of Counter-Strike, rund 23 Minuten):
Und die Dokumentation „Mythos Counter-Strike“ (gleicher Kanal, rund eine Stunde), die die deutsche Szene breiter zeigt:
Quellen (10) · Stand Oktober 2026
- SK Gaming: About
- OMR: Die Strippenzieher der deutschen Esports-Szene, Teil 1
- Fortune: ESL acquisition (03.07.2015)
- fragster: MOUZ celebrates 21 years of existence
- EsportsEarnings: CPL Summer 2003 (Counter-Strike)
- Wikipedia: Clan (video games) (en)
- Wikipedia: SK Gaming (en)
- Wikipedia: Mousesports (en)
- Wikipedia: Electronic Sports League (de)
- Wikipedia: Counter-Strike (de)
Dazu: die Beschreibungen der verlinkten Videos.
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