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Der Festivalzoo: 6 Typen, die du in jedem Camp triffst

Menschen tanzen auf einem staubigen Festivalgelände im Gegenlicht der untergehenden Sonne

Jedes Festival hat sie. Vielleicht erkennst du deine Crew wieder. Vielleicht bist du selbst zwei davon, je nach Uhrzeit, Wetter und Koffeinstand. Gemeint ist das alles mit Liebe: Auf dem Acker sind wir alle ein bisschen Figur. Hier ist unser Festivalzoo.

1. Der Line-up-Professor

Kennt die Setzeiten auswendig, hat drei Running Orders gespeichert und sagt bei jedem Act: „Die waren vor dem Durchbruch besser.“ Steht trotzdem ganz hinten, weil er den perfekten Bühnenwechsel berechnet.

Erkennungszeichen: Screenshot vom Timetable als Sperrbildschirm.
Wofür du ihn liebst: Er weiß immer, wo die beste Band gerade spielt.

2. Die Camp-Mama (komplett unabhängig vom Geschlecht)

Hat Sonnencreme, Tape, Pflaster, Müllbeutel und eine Ersatzsocke dabei. Sagt „Trink mal was“ in einem Ton, bei dem sogar der Bass kurz gehorcht.

Erkennungszeichen: Die Bauchtasche ist eine kleine Apotheke.
Wofür du sie liebst: Ohne sie hättest du am Samstag einen Sonnenbrand und keine trockenen Socken.

Bunte Zelte auf einer Wiese am Waldrand, davor sitzt eine Gruppe im Kreis
Der natürliche Lebensraum aller sechs Typen: das Camp. Foto: Malcolm Broström, Unsplash

3. Der Tanzflächen-Verschollene

Ist „nur kurz“ zur kleinen Bühne gegangen. Drei Stunden später taucht er wieder auf, mit Glitzer im Gesicht, einem neuen Lieblingssong und keinerlei Erinnerung, wie er hierhergekommen ist.

Erkennungszeichen: Letzte Nachricht im Gruppenchat: „bin gleich da“.
Wofür du ihn liebst: Er bringt die besten Geschichten mit.

4. Das Outfit mit eigener Wetter-App

Hat den Look seit Februar geplant. Der Wetterbericht ist nur eine kreative Herausforderung. Bei Regen wird der Poncho so drapiert, dass er „Teil der Silhouette“ ist.

Erkennungszeichen: Biologisch abbaubarer Glitzer, drei Hüte, null Gummistiefel.
Wofür du es liebst: Die Fotos vom Wochenende sind ausnahmslos gut.

5. Der Camp-Ingenieur

Hat einen Pavillon, zwei Lichterketten und einen Plan. Für alles. Auch für Windstärke 6. Sein Camp steht schneller als manche Festivalbühne, bis jemand fragt, wo eigentlich die Heringe sind.

Erkennungszeichen: Kabelbinder in jeder Hosentasche.
Wofür du ihn liebst: Wenn das Gewitter kommt, steht euer Pavillon als einziger noch. Wobei: Bei Sturm gehört der Pavillon runter, das steht in unserem Beitrag zu Gewitter auf dem Festival.

Dampfender Foodtruck mit großen Töpfen, davor eine Schlange von Menschen
Der Lieblingsort des Snack-Scouts. Foto: Pixabay

6. Der Snack-Scout

Sagt „Ich hol nur kurz was zu essen“ und kommt mit Pommes, Bao, zwei Limos und einer philosophischen Frage zurück: „Warum schmeckt alles besser, wenn man auf einer Wiese sitzt?“

Erkennungszeichen: Kennt nach zwei Stunden jeden Foodtruck auf dem Gelände.
Wofür du ihn liebst: Er bringt immer eine Portion Pommes mehr mit.

Und warum fahren wir eigentlich alle hin?

Der Plan sagt: „Wir sehen acht Bands.“ Das Wochenende sagt: „Du warst drei Stunden auf der Suche nach dem Zelt, in dem jemand dein Ladekabel gesehen hat.“ Ehrlich gesagt kommen die meisten nicht für eine einzelne Band, sondern für das Gesamtpaket: Frühstück mit den Nachbarn, die Band, die man vorher nicht kannte, ein Sonnenaufgang auf dem Gelände und ein Refrain, den man aus voller Kehle mitsingt, auch ohne den Text zu kennen.

Montagsweisheit: Die schönsten Festivalstunden passen selten in den Zeitplan, aber erstaunlich gut in die Erinnerung.

Welcher Typ bist du?

Schick den Beitrag deiner Crew und lass sie abstimmen, wer wer ist. Wir tippen: Mindestens eine Person ist Camp-Mama und Tanzflächen-Verschollener zugleich.

Noch mehr Typen gibt es in unseren 10 Arten von Festivalbesuchern, und was die ganzen Rufe und Pit-Wörter bedeuten, steht im Festival-Lexikon. Wer zum ersten Mal ohne Crew losfahren will, liest Allein aufs Festival.

Quellen

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