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Monkey Island: Von der Pirateninsel bis Return (1990 bis 2022)

Insel mit Palme, Sonne und Piratenflagge
  • Lesezeit etwa 6 Min.
  • 14 Quellen am Ende

Monkey Island ist die Serie, in der LucasArts Humor und Rätsel zu einer eigenen Handschrift machte.

Hinweis: Videos werden erst nach deinem Klick von YouTube geladen. Dies ist eine unabhängige Fan-Seite. Monkey Island und LucasArts sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber (heute Disney und Lucasfilm). Download- oder Abandonware-Links setze ich nicht.

Inhalt (6)

Die Reihe im Überblick

JahrTitelBesonderheit
1990The Secret of Monkey IslandErfinder Ron Gilbert, Co-Autoren Tim Schafer und Dave Grossman; SCUMM-Engine
1991Monkey Island 2: LeChuck’s RevengeErstes Spiel mit dem Musiksystem iMUSE; zwei Schwierigkeitsgrade
1997The Curse of Monkey IslandErster Teil auf CD-ROM, mit Sprachausgabe; ohne Ron Gilbert
2000Escape from Monkey IslandErstes 3D-Spiel der Reihe, nur per Tastatur oder Joystick steuerbar
2009Tales of Monkey IslandFünf Episoden von Telltale Games und LucasArts
2022Return to Monkey IslandTerrible Toybox mit Devolver Digital; Ron Gilbert und Dave Grossman

Teil 1: The Secret of Monkey Island (1990)

  • Entwicklung: Ron Gilbert entwickelte die Idee 1988 und leitete die Entwicklung, mit Tim Schafer und Dave Grossman als Designern und Autoren.
  • Release: Die 16-Farben-Version erschien im Oktober 1990, die 256-Farben-Version im Dezember 1990, die CD-ROM-Version 1992 und die Special Edition am 15. Juli 2009. Die CD-Version übernahm die Bedienung von Monkey Island 2 (zwölf Verben, Symbol-Inventar) und spielte die Musik von CD (Hardcore Gaming 101).
  • Geburtstag: Ron Gilbert nimmt den 2. September 1990, den Tag der Gold Masters, als Geburtstag des Spiels, das genaue Ladendatum ist unklar. Die Arbeit am zweiten Teil begann etwa einen Monat nach der Fertigung des ersten (Grumpy Gamer, 2015).
  • Technik: Es war das fünfte Projekt auf Basis der SCUMM-Engine.
  • Besonderheit Schwertkampf: Die Duelle laufen über Beleidigungen statt über Kampfmechanik. Die Idee stammt aus Piratenfilmen mit Errol Flynn, der Autor Orson Scott Card schrieb Beleidigungen für die Duelle mit (Hardcore Gaming 101).
  • Fast unsterblich: Die Spielfigur kann kaum sterben, die Ausnahme ist Ertrinken nach mehr als zehn Minuten unter Wasser (ein Easter Egg). Gilbert wollte Sackgassen und willkürliche Tode vermeiden.
  • Verkäufe: Dave Grossman nennt mehr als 100.000 Exemplare, aber deutlich weniger als eine Million. In Europa war es laut Next Generation ein großer Erfolg. Gilbert schrieb 2015, das Spiel sei nie ein großer Hit gewesen, es habe sich gut verkauft, aber weniger als die Sierra-Spiele (Grumpy Gamer).

So beginnt das Spiel, hier das Intro der 1990er-Fassung (Upload von „El condensador de fluzo“):

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Und warum der Schwertkampf so besonders ist, erklärt Eurogamer in einer kurzen Folge von „Here’s A Thing“:

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Teil 2: LeChuck’s Revenge (1991)

  • Release: Dezember 1991 für MS-DOS, Mac OS, Amiga und FM Towns (Amiga-Version erst 1992; in Europa vertrieb U.S. Gold).
  • Team: Ron Gilbert leitete das Projekt, Tim Schafer und Dave Grossman waren Co-Designer und Autoren, Steve Purcell war Lead Artist.
  • Technik: Erstes LucasArts-Spiel mit dem Musiksystem iMUSE, das Michael Land und Peter McConnell mitentwickelten.
  • Schwierigkeit: Zwei Varianten, „Monkey Lite“ und „Monkey Classic“. Im leichten Modus entfallen viele Rätsel (Hardcore Gaming 101).
  • Ende: Hardcore Gaming 101 nennt es den umstrittensten Aspekt des Spiels: Big Whoop ist kein klassischer Piratenschatz und das Finale endet abrupt. Gilbert hatte es bewusst provokant angelegt.
  • Erfolg: Bei den Fans gilt es bis heute als hoch geschätzt (Hardcore Gaming 101), kommerziell wurde es laut Wikipedia ein Misserfolg. Eine Special Edition erschien am 7. Juli 2010.

Teil 3: The Curse of Monkey Island (1997)

Nach sechs Jahren Pause erschien der dritte Teil, wieder von LucasArts, diesmal ohne Ron Gilbert. Er hatte die Serie nach dem zweiten Teil verlassen (er verließ LucasArts 1992), lobte das Spiel aber 2008.

  • Release: Windows, 11. November 1997 in Nordamerika, 14. November 1997 in Großbritannien.
  • Team: Larry Ahern und Jonathan Ackley als Designer.
  • Neu: Erster Teil auf CD-ROM, mit vollständigem Score, Sprachausgabe (Dominic Armato als Guybrush, Earl Boen als LeChuck) und handgezeichneter Zeichentrick-Optik.
  • Schwierigkeit: Normal oder „Mega-Monkey“ mit mehr Rätseln.
  • Erfolg in Deutschland: Das Spiel war laut Wikipedia besonders in Deutschland erfolgreich und wurde 1998 mit Gold ausgezeichnet. GameSpot schrieb in der Rezension, es habe wie seine Vorgänger alle Zutaten eines Klassikers: gutes Gameplay, Grafik, Musik, Rätsel und Dialoge.

Das Opening in der deutschen Fassung (Upload von „Homo Ludens 2.0″):

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Teil 4: Escape from Monkey Island (2000)

  • Release: Windows am 6. November 2000 (USA) und 17. November 2000 (EU), Mac OS 2001, PlayStation 2 im Juni 2001.
  • Team: Sean Clark und Michael Stemmle als Lead Designer.
  • Technik: Erstes 3D-Spiel der Reihe auf Basis der GrimE-Engine aus „Grim Fandango“; die Skriptsprache SCUMM wurde durch Lua ersetzt.
  • Steuerung: Nur per Tastatur oder Joystick, damit das einzige Spiel der Reihe ohne Point-and-Click-Steuerung.
  • Charts: Laut Wikipedia Platz 4 der deutschen Verkaufscharts im November 2000.

Teile 5 und 6: Tales und Return

  • Tales of Monkey Island (2009): Episodisches Format in fünf Episoden, entwickelt von Telltale Games und LucasArts. Dave Grossman war Creative Director. Der Komponist Michael Land kehrte zurück, Telltale war 2004 von ehemaligen LucasArts-Adventure-Entwicklern gegründet worden (Game Developer, 06.07.2009).
  • Rechte: Disney erwarb die Rechte 2012 mit dem Kauf von Lucasfilm. Laut Gilbert kam der Anstoß für das neue Spiel von einem Vorschlag des Publishers Devolver, der auch das Geschäft mit Disney abwickelte. Gilbert und Dave Grossman trafen sich vorher ein Wochenende, um zu klären, ob sie eine Geschichte zu erzählen haben (Ars Technica, 25.04.2022).
  • Return to Monkey Island: Erschienen am 19. September 2022 für macOS, Nintendo Switch und Windows, entwickelt von Terrible Toybox, veröffentlicht von Devolver Digital in Zusammenarbeit mit Lucasfilm Games.
  • Kontroverse: Der Grafikstil (keine Pixelkunst) wurde nach dem ersten Teaser von Fans kritisiert. Nach einem Gameplay-Trailer im Juni 2022 kam es zu Anfeindungen gegen Gilbert.
  • Erfolg: Der Guardian nannte es am 19. September 2022 ein herzhaftes Nostalgie-Vergnügen, das die Point-and-Click-Bedienung auf die Switch bringt, und lobte die Rückkehr der Figur Murray und von Sprecher Dominic Armato. Am 19. Oktober 2022 nannte Devolver es das am schnellsten verkaufte Spiel der Reihe (Nintendo Life).

Der Gameplay-Trailer von Devolver Digital aus dem Juni 2022:

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Und die deutsche Fassung zum Release: German Voiceover Trailer (ebenfalls von Devolver Digital).

Zum Schluss: Die Entstehung aus erster Hand. Der Kanal „onaretrotip“ hat zum 30. Jubiläum eine Dokumentation gemacht, mit Gesprächen mit den Machern, und das komplette Interview mit Ron Gilbert gibt es separat.

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Quellen (14) · Stand Oktober 2026

Dazu: die Beschreibungen der verlinkten Videos.

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