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Midterms 2026: Demokraten gewinnen Senat und Repräsentantenhaus

Capitol dome Washington
Das Kapitol in Washington, Sitz des US-Kongresses

Foto: unbekannt / rawpixel, CC0

Die Demokraten haben bei den US-Zwischenwahlen am 3. November 2026 laut Hochrechnungen von AP, CBS News und CNN die Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus gewonnen. Stand ist der Vormittag des 4. November (deutsche Zeit): Die Auszählung läuft in mehreren Bundesstaaten noch, amtliche Endergebnisse gibt es nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Senat: Laut Hochrechnungen holen die Demokraten sieben bisher republikanische Sitze, darunter Texas, Kansas und Ohio.
  • Repräsentantenhaus: AP und CBS sehen die Demokraten ebenfalls mit einer Mehrheit.
  • Gouverneure: In Texas, Ohio und Georgia gewinnen demokratische Kandidaten, in Florida setzt sich der Republikaner Byron Donalds durch.
  • Präsident Donald Trump will das Ergebnis nach eigenen Worten anerkennen und mit den Demokraten zusammenarbeiten.
  • Der neu gewählte Kongress tritt im Januar 2027 zusammen.

Midterms 2026: das Ergebnis im Senat

Den Senat sprachen die US-Sender den Demokraten am späten Wahlabend zu. Nach den Hochrechnungen gewinnen sie diese sieben Sitze, die bisher Republikaner hielten:

  • Texas: James Talarico gegen Ken Paxton
  • Kansas: Adam Hamilton gegen Amtsinhaber Roger Marshall, nach Berichten der erste demokratische Senatssieg in Kansas seit 1932
  • Ohio: Sherrod Brown gegen Jon Husted
  • Iowa: Josh Turek gegen Ashley Hinson
  • Maine: Troy Jackson gegen Amtsinhaberin Susan Collins (Hochrechnung)
  • North Carolina: Roy Cooper gegen Michael Whatley
  • South Carolina: Annie Andrews gegen Darline Graham

Bisher demokratische Sitze behielten die Demokraten unter anderem in Georgia mit Jon Ossoff, in Michigan mit Abdul El-Sayed, nach Berichten dem ersten muslimischen US-Senator, in Minnesota mit Peggy Flanagan und in New Hampshire mit Chris Pappas. Die Republikaner hielten Florida mit Ashley Moody und Nebraska mit Pete Ricketts. Die Rennen in Alaska und Mississippi waren am Morgen noch nicht entschieden.

Repräsentantenhaus

Auch im Repräsentantenhaus liegen die Demokraten laut den Hochrechnungen von AP und CBS vorn. Rund 75 Wahlkreise waren in der Nacht allerdings noch offen, deshalb nennen wir keine Sitzzahlen. Der bisherige Minderheitsführer Hakeem Jeffries aus New York könnte der erste schwarze Sprecher der Kammer werden. Dafür muss ihn das neue Repräsentantenhaus im Januar erst wählen; die frühere Sprecherin Nancy Pelosi hat ihm ihre Unterstützung zugesagt.

Gouverneurswahlen

Neben dem Kongress wurden in 36 Bundesstaaten die Gouverneure gewählt. In Texas gewinnt die Demokratin Gina Hinojosa gegen Amtsinhaber Greg Abbott, in Ohio die Demokratin Amy Acton gegen Vivek Ramaswamy. In Georgia setzt sich die Demokratin Keisha Lance Bottoms durch, nach Berichten die erste schwarze Gouverneurin eines US-Bundesstaats. In Florida gewinnt der Republikaner Byron Donalds gegen David Jolly. In New Mexico liegt laut Hochrechnung die Demokratin Deb Haaland vorn.

Reaktionen

Donald Trump gratulierte den Demokraten und kündigte an, das Ergebnis anzuerkennen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Zugleich sagte er, er werde sein Vetorecht ausgiebig nutzen. Eine Mitverantwortung für das Abschneiden seiner Partei wies er zurück und schrieb auf seiner Plattform Truth Social sinngemäß, er habe nicht auf dem Stimmzettel gestanden. Der demokratische Senatsführer Chuck Schumer sagte, seine Partei habe den Senat gegen alle Erwartungen gewonnen. Hakeem Jeffries erklärte: „America is back.“

Das Kapitol in Washington im Herbst

Foto: unbekannt / rawpixel, CC0

Was die neue Mehrheit bedeutet

Mit Mehrheiten in beiden Kammern bestimmen die Demokraten ab Januar, welche Gesetze im Kongress zur Abstimmung kommen. Auch der Bundeshaushalt muss durch beide Kammern. Die Mehrheitspartei stellt zudem die Vorsitzenden der Ausschüsse und kann damit Anhörungen und Untersuchungen ansetzen.

Der Senat entscheidet außerdem über die Bestätigung von Ministern, Botschaftern und Bundesrichtern, die der Präsident ernennt. Gesetze, die der Kongress beschließt, kann der Präsident mit einem Veto stoppen. Überstimmen lässt sich ein Veto nur mit einer Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern.

Was noch offen ist

  • Die genaue Sitzverteilung in beiden Kammern, weil noch nicht alle Stimmen ausgezählt sind
  • Die Senatsrennen in Alaska und Mississippi
  • Die amtlichen Endergebnisse, die die Bundesstaaten erst in den kommenden Wochen bestätigen
  • Die Wahl des neuen Sprechers im Repräsentantenhaus, wenn der Kongress im Januar 2027 zusammentritt

Stand: 4. November 2026, vormittags. Alle Ergebnisse sind Hochrechnungen der genannten Medien und können sich noch ändern.

Quellen

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