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- 8 Quellen am Ende
GeoCities, Tripod und Lycos gaben jedem kostenlosen Platz im Netz, mit Adressen, die nach Stadtvierteln hießen und nach Werbung aussahen. Wie lange das hielt und wie es endete, steht hier.
Inhalt (5)
Die drei im Vergleich
| Merkmal | GeoCities | Tripod | Lycos |
|---|---|---|---|
| Konzept | Kostenlose Seiten in thematischen „Stadtvierteln“ | Kostenloses Hosting mit Seitenbaukasten, Rivale von GeoCities | Suchmaschine und Portal, erste börsennotierte Suchmaschine 1996 |
| Übernahme | Yahoo 1999, laut BBC für 3,57 Milliarden US-Dollar, TechCrunch nennt 2,87 Milliarden | Lycos, 1998 | Terra Networks, Mai 2000, 12,5 Milliarden US-Dollar in Aktien; Daum 2004; Ybrant 2010 für 36 Millionen |
| Ende | US-Dienst am 26. Oktober 2009 | 24. April 2026, gemeinsam mit Angelfire | besteht als Marke weiter |
GeoCities
GeoCities wurde von David Bohnett und John Rezner gegründet, Seiten wurden thematisch bestimmten „Vierteln“ zugeordnet, etwa Hollywood oder SiliconValley. Im Oktober 1997 hatte der Dienst eine Million Mitglieder, 1999 rund 1,8 Millionen. Yahoo kaufte GeoCities auf dem Höhepunkt des Dotcom-Booms, die BBC nennt 3,57 Milliarden US-Dollar. Nach massivem Nutzerprotest zu den Nutzungsbedingungen wurde eine Regelung rückgängig gemacht, ab 2001 begrenzte Yahoo die Datenübertragung kostenloser Konten.
- 23. April 2009: Yahoo kündigt das Ende an und nimmt keine neuen Kunden mehr auf. Die Zahl der US-Besucher war laut TechCrunch von 15,1 Millionen im März 2008 auf 11,5 Millionen im März 2009 gefallen.
- Einordnung: Der ZDNet-Redakteur Rupert Goodwins sagte der BBC, GeoCities habe als Erstes bewiesen, dass man etwas sehr Beliebtes haben und trotzdem im Netz kein Geld verdienen kann.
- 26. Oktober 2009: Die Abschaltung. In Japan lief der Dienst bis zum 31. März 2019.
- Archive: Das Internet Archive sammelte Seiten, ebenso Archive Team, das einen Torrent mit den Daten veröffentlichte. Spiegel sind Reocities, Oocities und Geocities.ws.
Tripod
Tripod und GeoCities waren in den 1990er-Jahren Rivalen unter den kostenlosen, werbefinanzierten Seitenbaukästen, Lycos kaufte Tripod, Yahoo GeoCities. Tripod entstand 1992 als Projekt von Williams-College-Absolventen als Ratgeberseite für Studierende, kostenlose Seiten waren zunächst ein Nebenaspekt. Ab 2009 konnten keine neuen kostenlosen Seiten mehr angelegt werden. Im Januar 2009 meldeten Medien eine Schließung von Tripod, die sich als Abschaltung durch Lycos Europe herausstellte, nicht des US-Dienstes. Tripod und Angelfire endeten Ende April 2026.
Lycos
Lycos entstand im Mai 1994 als Forschungsprojekt an der Carnegie Mellon University, der Name leitet sich vom lateinischen Wort für die Wolfspinne ab. Im April 1996 ging das Unternehmen an die NASDAQ. Terra Networks kaufte Lycos im Mai 2000 für 12,5 Milliarden US-Dollar in Aktien, 2004 vereinbarte Terra Lycos den Verkauf der US-Tochter an Daum Communications für 105 Millionen Dollar. CNET nennt im August 2010 für den Daum-Verkauf 95 Millionen. Daum verkaufte Lycos mit Tripod, Angelfire und WhoWhere für 36 Millionen US-Dollar an Ybrant Digital.
Ein Video
Ein Rückblick auf GeoCities (Kanal Net Oddities, rund neun Minuten):
Quellen (8) · Stand Oktober 2026
- BBC News: Yahoo pulls the plug on GeoCities (24.04.2009)
- TechCrunch: Yahoo quietly pulls the plug on GeoCities (23.04.2009)
- Technologizer: tRIPod, Lycos Europe shuts down a pioneering web service (18.01.2009)
- InfoWorld: Terra Lycos sells Lycos to Daum (02.08.2004)
- CNET: Lycos is alive, acquired for $36 million (16.08.2010)
- Wikipedia: GeoCities (en)
- Wikipedia: Tripod (en)
- Wikipedia: Lycos (en)
Dazu: die Beschreibungen der verlinkten Videos.
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