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MSN Messenger und AIM: Zwei Fenster, ein Chat-Krieg

Tür mit zwei Sprechblasen, Sinnbild für Buddy-Listen
  • Lesezeit etwa 3 Min.
  • 7 Quellen am Ende

Zwei Fenster, zwei Welten: Wer in den frühen 2000ern chattete, saß entweder auf der MSN-Seite oder auf der AIM-Seite, und manche hatten beide offen.

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Inhalt (4)

Die beiden im Vergleich

MerkmalMSN MessengerAIM
Start22. Juli 1999Mai 1997
BetreiberMicrosoftAOL (später Oath)
ProtokollMSNP, unverschlüsselt, Port 1863OSCAR (geschlossen) und TOC
Bekannt fürWinks, Emoticons, Display-Pictures, persönliche NachrichtenAway-Messages, Marktführerschaft in Nordamerika
EndeAb April 2013 durch Skype ersetzt, China bis 31. Oktober 2014Abschaltung am 15. Dezember 2017

MSN Messenger

  • Start: Am 22. Juli 1999 als „MSN Messenger Service“ mit Textnachrichten und einer schlichten Kontaktliste.
  • Namen: Unter Windows XP lief parallel das abgespeckte „Windows Messenger“. Ab Version 8.0 (final im Juni 2006) hieß die Software „Windows Live Messenger“, der Name MSN blieb im Alltag aber gebräuchlich.
  • Funktionen: Winks, Emoticons, Display-Pictures, Hintergründe, persönliche Nachrichten, Sprachclips (bis 10 bzw. 15 Sekunden), Dateiübertragung, Audio- und Videochat, Spiele und Offline-Nachrichten.
  • Nutzer: Im Jahr 2009 nannte Microsoft über 330 Millionen aktive Nutzer (BBC News).
  • Ende: Microsoft kündigte 2012 die Zusammenführung mit Skype an, die Abschaltung begann im April 2013 und endete im Ausland bis Ende April 2013. In China lief der Dienst bis zum 31. Oktober 2014 weiter. Als Stichtag für die Desktop-Anmeldung nennen Berichte den 15. März 2013, die Umstellung auf Skype zog sich laut Silicon.com bis Ende April (TechCrunch, Onmsft, Silicon.com).

Die Geschichte der Versionen im Schnelldurchlauf (WinExp, rund neun Minuten, englisch):

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Und ein Rückblick auf die Veränderungen bis zum Ende (Michael MJD, rund fünf Minuten, englisch):

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AIM

  • Start: Im Mai 1997 als eigenständiger Download für Windows.
  • Away-Messages: Laut Wikipedia nutzten besonders Jugendliche und Studierende sie intensiv, um Freunde über Aktivitäten, Orte oder Stimmungen zu informieren.
  • Marktanteil: Laut einer Quelle von 2006 hatte AIM in Nordamerika etwa 52 Prozent des IM-Marktes, der Höhepunkt lag zwischen 1999 und 2005.
  • Besitzer: AOL, nach der Übernahme von AOL durch Verizon (2015) wurde AIM 2017 dem Unternehmen Oath (später Yahoo) zugeordnet.
  • Bots: AOL und andere Firmen stellten Chat-Bots bereit, etwa StudyBuddy und Spleak, SmarterChild gilt als Nachfolger kurzlebiger AOL-Bots.
  • Rückgang: SMS, Google Talk (2005) und später iMessage, Facebook Messenger und WhatsApp verkleinerten die Nutzerbasis.
  • Ende: Im März 2012 entließ AOL den Großteil des Entwicklerteams, im Oktober 2017 wurde das Ende zum 15. Dezember 2017 angekündigt. Oath-Manager Michael Albers schrieb am 6. Oktober, die Art zu kommunizieren habe sich grundlegend verändert; Buddy-Listen ließen sich nicht exportieren, die Daten wurden gelöscht (CBS News, BetaNews, 06.10.2017). AIM galt 2001 mit über 100 Millionen registrierten Nutzern als Massenphänomen (CBS News).

Ein Rückblick auf AIM zum Abschied (Lazy Game Reviews, rund sieben Minuten, englisch):

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Und die Meldung zum Abschalten (CNET News, rund anderthalb Minuten, englisch):

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Der Chat-Krieg

  • Konkurrenz: AIM stand im Wettbewerb mit ICQ (1998 von AOL übernommen), Yahoo Messenger und MSN Messenger.
  • Sperre: Ab 1999 gab es laut Wikipedia einen „Chat War“ mit Microsoft, in dem AOL MSN Messenger den Zugang zu AIM blockierte.
  • Offenheit: OSCAR war geschlossen, Dritte mussten das Protokoll per Reverse Engineering nachbauen. Das war die Grundlage für die Alles-in-einem-Clients.

Als Zugabe ein Sketch von SkyCorp Home Video, der die Zeit parodiert (englisch, rund sieben Minuten, ausdrücklich Satire):

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Quellen (7) · Stand Oktober 2026

Dazu: die Beschreibungen der verlinkten Videos.

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