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10 Webseiten, die zeigen, was das Internet über dich weiß

Laptop leuchtet im dunklen Raum – 10 Webseiten, die zeigen, was das Internet über dich weiß

Du surfst, suchst, klickst und hinterlässt dabei mehr Spuren, als du denkst. Die gute Nachricht: Du kannst selbst nachschauen, was über dich bekannt ist. Diese 10 Webseiten zeigen dir, was Websites, Werbenetzwerke und Datenlecks über dich verraten. Alle sind kostenlos nutzbar.

Kurz vorweg: Keine dieser Seiten macht dich unsichtbar. Sie zeigen dir aber, wo du ansetzen kannst.

Übersicht der 10 Webseiten in drei Bereichen
Die 10 Webseiten im Überblick

Was Websites über dich und deinen Browser sehen

1. deineip.de IP-Check: deine IP-Adresse und dein Anbieter

Jede Website, die du aufrufst, sieht deine IP-Adresse. Daraus lassen sich dein Internetanbieter und ein ungefährer Standort ablesen, meist die Stadt oder Region. Unser IP-Check zeigt dir, was eine Website auf diesem Weg über dich erfährt. Mit VPN siehst du hier die Adresse des VPN-Servers statt deiner eigenen. So kannst du prüfen, ob dein VPN wirklich greift.

Zur Seite: www.deineip.de

Startseite von deineip.de
Screenshot: deineip.de (IP-Adressen und Browserdaten unkenntlich gemacht)

2. BrowserLeaks: was dein Browser alles verrät

BrowserLeaks ist eine Sammlung von Tests. Sie zeigen unter anderem IP-Adresse und Standort, einen WebRTC-Test, ob deine echte IP trotz VPN durchsickert, sowie Canvas-, WebGL- und Schriftarten-Fingerabdrücke. Der WebRTC-Test ist besonders für VPN-Nutzer interessant: Er zeigt, ob deine echte Adresse trotz VPN sichtbar ist.

Zur Seite: browserleaks.com

Startseite von browserleaks.com
Screenshot: browserleaks.com

3. Cover Your Tracks: wie gut du vor Tracking geschützt bist

Das Projekt der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) prüft, wie gut dein Browser Tracking blockiert und wie eindeutig er sich wiedererkennen lässt. Am Ende steht eine verständliche Einschätzung. Laut Seite werden dabei nur anonyme Daten gesammelt.

Zur Seite: coveryourtracks.eff.org

Startseite von coveryourtracks.eff.org
Screenshot: coveryourtracks.eff.org

4. AmIUnique: wie einzigartig dein digitaler Fingerabdruck ist

Auch ohne Cookies lässt sich ein Browser oft am sogenannten Fingerabdruck erkennen: Kombination aus Betriebssystem, Bildschirm, Schriften, Sprache und vielem mehr. AmIUnique zeigt dir deinen Fingerabdruck und vergleicht ihn mit den gesammelten Daten anderer Nutzer. Hinter der Seite steht ein Forschungsprojekt, die Kontaktadresse gehört zur Universität Lille. Gut zu wissen: Der Test setzt ein Cookie für vier Monate.

Zur Seite: amiunique.org

Startseite von amiunique.org
Screenshot: amiunique.org

5. Webkay: was jede Website ohne Erlaubnis lesen kann

Webkay zeigt sehr anschaulich, was eine Website auslesen kann, ohne dich zu fragen: ungefährer Standort über die IP, Betriebssystem und Gerät, Verbindung, und je nach Browser sogar Hinweise darauf, bei welchen Diensten du eingeloggt bist. Ein guter Augenöffner, um Freunden zu zeigen, warum Datenschutz-Einstellungen im Browser sinnvoll sind.

Zur Seite: webkay.robinlinus.com

Startseite von webkay.robinlinus.com
Screenshot: webkay.robinlinus.com

6. DNS Leak Test: ob dein VPN dicht ist

Beim Surfen fragt dein Gerät ständig DNS-Server nach den Adressen von Websites. Läuft ein VPN, sollten diese Anfragen ebenfalls darüber gehen. Der Test zeigt, welche DNS-Server deine Anfragen beantworten. Tauchen dort die Server deines eigenen Anbieters auf, obwohl das VPN läuft, sieht dieser weiterhin, welche Seiten du aufrufst.

Zur Seite: www.dnsleaktest.com

Startseite von dnsleaktest.com
Screenshot: dnsleaktest.com (IP-Adresse und Ort unkenntlich gemacht)

Ob deine Daten in einem Leck stecken

7. Have I Been Pwned: ob deine E-Mail in einem Datenleck steckt

Gib deine E-Mail-Adresse ein und du siehst, in welchen bekannten Datenlecks sie auftaucht. Die Datenbank umfasst laut Seite rund 17,8 Milliarden betroffene Adressen aus über tausend gehackten Websites. Auf Wunsch wirst du bei neuen Lecks benachrichtigt. Taucht deine Adresse auf: Passwort bei dem betroffenen Dienst ändern und überall dort, wo du dasselbe Passwort nutzt.

Zur Seite: haveibeenpwned.com

Startseite von haveibeenpwned.com
Screenshot: haveibeenpwned.com

8. HPI Identity Leak Checker: die deutsche Alternative

Das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam wertet geleakte Daten aus öffentlichen Quellen und dem Darknet aus. Laut Seite umfasst die Sammlung rund 19 Milliarden Identitäten aus über 2.000 Datenlecks. Du kannst prüfen, ob deine Zugangsdaten betroffen sind. Es lohnt sich, beide Dienste zu nutzen, weil die Datenbestände nicht identisch sind.

Zur Seite: ilc.hpi.de

Startseite von ilc.hpi.de
Screenshot: ilc.hpi.de

Was große Plattformen über dich speichern

9. Meine Google-Aktivitäten: was Google über dich speichert

Wenn du ein Google-Konto nutzt, findest du hier gespeicherte Aktivitäten wie Suchanfragen, besuchte Websites und angesehene Videos, sortiert nach Datum und Uhrzeit. Unter „Details“ steht je nach Eintrag auch Ort, Gerät und App. Du kannst Einträge löschen und eine automatische Löschung älterer Aktivitäten einstellen.

Zur Seite: myactivity.google.com

Startseite von myactivity.google.com
Screenshot: myactivity.google.com

10. Mein Anzeigen-Center: wofür Google dich hält

Hier siehst du, welche Themen und Marken Google für deine Werbung heranzieht, und kannst sie anpassen. Personalisierte Werbung lässt sich dort auch ganz abschalten. Die Einstellungen gelten laut Google nur für Werbung in Google-Diensten, nicht für Werbung auf Partner-Websites.

Zur Seite: myadcenter.google.com

Bonus: SCHUFA-Datenkopie

Was nicht im Browser steht, aber trotzdem über dich gespeichert ist: Bei der SCHUFA kannst du nach Artikel 15 DSGVO eine kostenlose Datenkopie anfordern. meineschufa.de (auf das kostenlose Angebot achten, daneben gibt es kostenpflichtige Produkte).

Was du danach tun kannst

  • Passwörter: Für jeden Dienst ein eigenes Passwort, am einfachsten mit einem Passwort-Manager.
  • Zwei-Faktor-Anmeldung überall einschalten, wo es geht.
  • Browser: Tracking-Schutz aktivieren und Erweiterungen regelmäßig ausmisten.
  • Google-Konto: automatische Löschung der Aktivitäten einstellen.
  • VPN: Wer eins nutzt, sollte mit den Tests 1, 2 und 6 prüfen, ob es wirklich dicht ist.

Mehr zum Thema IP-Adressen findest du in unserem Ratgeber IP einer Domain herausfinden – und wem eine IP gehört.

Stand: 26. Oktober 2026. Angaben zu Datenbankgrößen laut den jeweiligen Seiten.

Quellen

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