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Martinsmärkte 2026: Termine, Bräuche und Tipps zu St. Martin

Martinsgans mit Apfelrotkohl und Klößen

Am Mittwoch, 11. November 2026, ist Martinstag. Schon am Wochenende davor öffnen die ersten Martinsmärkte: mit Kunsthandwerk, Glühwein, Fackelzügen und manchmal einem Besuch vom heiligen Martin persönlich. Sie sind der sanfte Einstieg in die Weihnachtsmarktsaison, die in vielen Städten kurz darauf beginnt (die frühen Weihnachtsmärkte haben wir separat gesammelt).

Martinsmärkte 2026: Diese Termine haben wir geprüft

Wir haben die Angaben direkt bei den Veranstaltern nachgelesen. Programm und Zeiten können sich kurzfristig ändern, deshalb vor dem Besuch noch einmal einen Blick auf die Seite des Marktes werfen.

Dieburg (Hessen): 6. bis 8. November

  • Freitag ab 15 Uhr, Samstag ab 10 Uhr, Sonntag ab etwa 11 Uhr, geöffnet jeweils bis etwa 21 Uhr (sonntags 20 Uhr)
  • Mehr als 130 Stände, vor allem Kunsthandwerk, außerdem Karussell und Riesenrad
  • Historischer Markt im Park des Fechenbach-Schlosses mit Handwerksvorführungen und Gauklern
  • Sonntag, 20 Uhr: Martinsmarkt-Konzert eines Chores in der Kirche St. Peter und Paul

Dernau an der Ahr (Rheinland-Pfalz): 6. bis 8. November

  • Freitag 18 bis 23 Uhr, Samstag 11 bis 23 Uhr, Sonntag 11 bis 20 Uhr
  • Freitag: Fackelwanderung durch die Weinberge mit Weinprobe
  • Samstag, 18 Uhr: Fackelzug mit St. Martin durch die Gassen, dazu ein Laternenumzug der Kinder und fünf Feuer auf den Hängen über dem Ort
  • Regionale Genüsse, Ahrweine, Glühwein und Dekoration und Handwerk von Ausstellern

Erpolzheim (Pfalz): 7. und 8. November

  • Samstag 10 bis 20 Uhr, Sonntag 10 bis 19 Uhr
  • Mehr als 100 Künstler und Handwerker in den Straßen und rund 30 geöffneten Höfen des Dorfes
  • Sonntag, 13 Uhr: Familiengottesdienst; der Autoverkehr ist nicht komplett gesperrt, Haupt- und Bahnhofstraße sind aber den Fußgängern vorbehalten

Monheim am Rhein (NRW): Sonntag, 8. November

  • 11 bis 18 Uhr, verkaufsoffen von 13 bis 18 Uhr
  • Rund 60 Stände mit Handgemachtem, Upcycling und regionalen Spezialitäten, dazu Foodtrucks
  • St. Martin teilt seinen Mantel und überrascht Kinder mit kleinen Geschenken

Schwedt/Oder (Brandenburg): Samstag, 21. November

Etwas später und weiter im Osten: der Martinsmarkt in Schwedt an den Uckermärkischen Bühnen. Weitere Märkte findest du im Weihnachtsmarktkalender.

Wer war St. Martin?

Martin lebte im 4. Jahrhundert, war zunächst Soldat und wurde später Bischof von Tours, gestorben ist er 397. Bekannt ist er vor allem durch die Legende vom geteilten Mantel: Am Stadttor von Amiens soll er seinen Mantel mit dem Schwert in zwei Hälften geschnitten und eine Hälfte einem frierenden Bettler gegeben haben. Der 11. November ist sein Gedenktag.

Die wichtigsten Bräuche

  • Laternenumzug: Kinder ziehen mit selbstgebastelten Laternen und Martinsliedern durch die Dunkelheit. Der Brauch erinnert der Überlieferung nach an die Lichterprozession bei der Überführung von Martins Leichnam nach Tours.
  • Martinsgans: Warum an diesem Tag Gänse auf den Tisch kommen, ist nicht ganz geklärt. Eine Legende erzählt, Martin habe sich vor der Bischofsweihe in einem Gänsestall versteckt und die Gänse hätten ihn verraten. Klassisch gibt es Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen.
  • Weckmann, Stutenkerl oder Martinsmann: Der Hefeteigmann mit Tonpfeife wird je nach Region anders genannt und an Kinder verteilt. Der Name kommt vom Teig (Wecken oder Stuten).
  • Martinsfeuer: In einigen Gegenden wird zum Abschluss des Umzugs ein Feuer entzündet, wie in Dernau an der Ahr.

Und noch ein Hinweis für Rheinländer und Mainzer: Am 11.11. um 11:11 Uhr beginnt in vielen Karnevalshochburgen die neue Session, was dem Martinstag vielerorts den Platz im Kalender streitig macht.

Tipps für den Besuch

  • Anreise: Kleinere Orte sind an Markttagen oft zugeparkt. Bahn oder Bus vorher prüfen, zum Beispiel für Dieburg.
  • Kleidung: Im November wird es abends schnell kalt. Mehrere Schichten, festes Schuhwerk und bei Fackelzügen am Abend eine Mütze.
  • Bargeld: Auf kleinen Märkten und in Höfen und Weinständen kann Kartenzahlung fehlen.
  • Kinder: Eigene Laterne mitbringen, wenn ein Umzug geplant ist, und die Uhrzeit des Umzugs vorher klären.

Und danach beginnt die Weihnachtsmarktsaison

Wer nach den Martinsmärkten Lust auf mehr hat: Die ersten großen Weihnachtsmärkte öffnen schon vor dem 20. November. Termine und Orte stehen im Weihnachtsmarktkalender, den wir laufend pflegen.

Stand: 24. Oktober 2026. Termine und Zeiten laut Veranstaltern, Änderungen vorbehalten. Der 11. November 2026 ist ein Mittwoch und kein gesetzlicher Feiertag.

Quellen

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