Unterwegs: Meine Flughafen Berlin-Tempelhof Tour

Vor bereits einiger Zeit konnte ich an einer ziemlich spannenden Tour im und auf dem Gelände des Flughafen Berlin-Tempelhof teilnehmen. Der Flughafen wurde 1923 in Betrieb genommen und war einer der ersten Verkehrsflughäfen in Deutschland. Ende 2008 wurde er geschlossen. Zu dem Zeitpunkt gab es in Berlin drei Flughäfen und neben Berlin-Tegel und Berlin- Schönefeld wickelte Berlin-Tempelhof rund 350000 (2007) ab. In den Wirren des zweiten Weltkrieges war Tempelhof sowohl Luftwaffenstützpunkt, als auch unterirdische Bomberfabrik und wurde 1945 zunächst von der Russischen Armee eingenommen um dann zeitweise durch die Amerikaner als zentraler Flughafen verwendet zu werden. Bekannt sind die „Rosinenbomber“ für die es in Tempelhof und am Flughafen Frankfurt am Main jeweils ein Denkmal gibt.

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Heute wird das ehemalige Flughafengelände vielfältig umgenutzt und unter dem Projektnamen Tempelhofer Freiheit vermarktet. So fand dort beispielsweise schon öfter die Fashionveranstaltung „Bread and Butter“ statt, das Areal wird zum Skaten oder Kiten genutzt und es gibt „Urban Gardening“ Projekte sowie Festival- und Konzertveranstaltungen.

Im riesigen Hauptgebäude finden sich einige Firmen, die Projektgesellschaft und auch Büros der Berliner Polizei.

Die ehemaligen Besucherbereiche und Check-In-Hallen sind konserviert geblieben und heute ein Museum. Bewegt man sich ohne andere Menschen in diesen riesigen Hallen, dann empfindet man unweigerlich die schweren, negativen aber auch positiven Zeiten dieses geschichtsträchtigen Ortes nach. Die brutal machtvolle Architektur des dritten Reichs, die Zeit der amerikanischen Besatzung aber auch das deutsche Wirtschaftswunder und die 50er bzw. 60er Jahre finden sich hier wieder.

Ein besonderes Highlight war unser Besuch auf dem Dach des Gebäudes. Von hier wurde einem nochmal richtig das gigantische Ausmaß des Gebäudes bewusst.

 

Auf dem ehemaligen Flugfeld gibt es eine Reihe von Initiativen, die sich um die Themen Umweltschutz, Urban Gardening und sozialen Projekten drehen. Die zukünftige Nutzung und Gestaltung des Areals hat zwischen der Berliner Stadtverwaltung, der Vermarktungsgesellschaft sowie den Bürgern und Anwohnern eine Kontroverse geschaffen. In Bürgerinitiativen, Internetforen und Blogs wird das Thema heiß diskutiert.

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