Review – Fantec BeastVision Actionkamera

Fantec BeastVision Actionkamera HandsOn Bericht

Wohow..das “Biest” kommt in einer sehr schicken Verpackung. Hier war ich allerdings gleich zu Beginn entweder zu blöde oder die Verpackung ist sehr schwer auf zubekommen. Hat man sich erstmal zum Inhalt vorgekämpft gilt es das sehr umfangreiche Zubehör zu sichten und es lohnt sich Papas Regel zu befolgen: “Lies dir doch erstmal die Anleitung durch…!” Nun habe ich hier die Paketversion “Motorsport Wifi” vorliegen und dadurch gibt es einen Auto-Scheibenhalter, einen Auto-Ladeadapter und mehrere Adapter für einen Helm. Desweiteren gleich 2 Akkus und ein WLAN-Modul. Dieses wird später noch auf dem Iphone zum Einsatz kommen. Erstmal heißt es Akkus laden und Speicherkarte einlegen. Möglich sind MicroSD-Karten bis 64GB. Der Hersteller empfiehlt eine Class 10 Karte zu nutzen. Tja leider liegt keine MicroSD-Karte bei :-( und so fummle ich übergangsweise eine aus meinem Handy heraus. Die Karte kann in der Kamera formatiert werden. Um auf die Funktionen und Einstellungen zugreifen zu können muss aber zunächst der Minibildschirm angesteckt werden. Allgemein machen Kamera, Gehäuse und Zubehörteile einen soliden Eindruck. Die Verarbeitung wirkt robust.

Ein kleines Testvideo mit der Autohalterung. Auf dem Weg von Frankfurt-Flughafen nach Weiterstadt

Auflösungen und Formate:

Neben den üblichen Parametern wie Datum und Uhrzeit kann ich jetzt die Qualität und Auflösung für die Videoaufnahmen und für die Fotos festlegen. Optional gibt es PAL und NTSC, doch ich beschränke mich hier auf die in Deutschland üblichen PAL-Formate:

Beastvision Videoformate:

  • 1920x1080P bei 25 Frames in 16:9
  • 1920x1080i bei 50 Frames in 16:9
  • 1280x960P bei 25 Frames in 4:3
  • 1280x720P bei 50 Frames in 16:9
  • 1280x720P bei 25 Frames in 16:9
  • 848x480P bei 100! Frames in 16:9
  • 848x480P bei 50 Frames in 16:9

Weiterhin gibt es 4 Blickwinkel zur Auswahl:

  • Weitwinkel
  • mittlerer Winkel
  • schmaler Winkel
  • enger Winkel

Beastvision Fotoauflösungen und Funktionen:

  • 2048×1536 – 3 Megapixel
  • 2592×1944 – 5 Megapixel
  • 3200×2400 – 8 Megapixel
  • Serienbildfunktion
  • Selbstauslöser
  • Zeitraffer

Zusatzfunktionen:

  • Laserausrichtung
  • G-Sensor (Sensor für Erschütterungen). Ist der Sensor aktiviert, dann wird bei einer Erschütterung automatisch die Videoaufnahme gestartet. Wird die Kamera als Dashcam im Auto genutzt, dann wird die Aufnahme etwa bei starken Bremsvorgängen automatisch aktiviert.

Wozu ein WLAN-Modul ?

Anstelle des kleinen Bildschirmes kann man ein WLAN-Modul aufstecken. Damit lässt sich die Kamera drathlos via iOS oder Android App (AEE MagiCam) fernsteuern und bedienen. Dabei kann man nicht nur alle Einstellungen bequem über das Telefon bedienen, sondern auch das Livebild der Kamera ansehen und die Videoaufnahme kontrollieren oder Fotos schießen. Die Möglichkeiten sind hier natürlich riesig. Im Auto als Rückfahrkamera oder zur Kontrolle des Bildmaterials während der Seilbahnfahrt, ohne extra die Kamera vom Helm abnehmen zu müssen. Auch lässt sich so die Ausrichtung in der Autohalterung oder am Stativ sehr bequem prüfen und optimieren. Für spezielle Anwendungen kann man die Kamera natürlich auch durch Wände oder aus einem anderen Raum heraus bedienen. Ein cooles Feature was eine Menge Spaß macht und für Staunen und Neid bei Freunden sorgt!

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Screenshots der AEE MagiCam WLAN-App

Bildqualität und Lichtempfindlichkeit

Klar, FullHD erwartet man heute von einer Actioncam. Interessant sind speziell der 50 und der 100 Frames Modus, da man damit spektakuläre und “flüssige” Zeitlupensequenzen erstellen kann. Auch ist FullHD nicht gleich FullHD sondern lediglich die Auflösung des Videos. In der Praxis gibt es dennoch was die Bildqualität, Schärfe und Belichtung angeht erhebliche Unterschiede. Bei mir muss sich die Fantec gegenüber einer älteren ContourGPS und einer GoPro Black Edition beweisen. Mit diesen Konkurrenzmodellen habe ich bereits einige Erfahrungen sammeln können. Die Fantec Beastvision hat eine deutlich bessere Qualität als meine (auch schon viel ältere) ContourGPS, kommt aber nicht ganz an die GoPro Topmodelle heran. Die Bildqualität hängt auch mit der etwas stärkeren, aber nicht änderbaren Komprimierung der Videodateien zusammen. Die Lichtempfindlichkeit liegt ebenfalls im Mittelfeld. Die Anpassung an unterschiedlich helle Umgebungen könnte noch zügiger erfolgen. Der Weitwinkel eignet sich gut für Sportaufnahmen wie Skifahren, Motorsport oder Paintball. Er bietet mehr Übersicht, verzerrt dafür aber natürlich das Bild.

Mein Fazit:

Die Bildqualität liegt im oberen Mittelfeld. Das WLAN-Modul und die Aufnahmemodi mit 50 und 100 Frames erlauben schöne Experimente und kreative Ansätze. Die Ergonomie ist stimmig und die Verarbeitung gut. Das absolute Plus ist der große Zubehörumfang, auch wenn keine Speicherkarte mitgeliefert wird. Die angebotenen Pakete liefern die Kamera und das passende Zubehör zu einem sehr guten Preis. Das ist ein sehr wichtiger Vorteil, da sich die Konkurrenz diese Zubehörteile gerne extra und teilweise teuer bezahlen lässt. Die Fantec Beastvision ist ein guter Kompromiss zwischen Austattung, Bildqualität und Budget.

Zweites Testvideo: Die Fantec als Helmkamera beim Radfahren

Weitere Testergebnisse und Meinungen zur Fantec Beastvision bei 0511web, godlikenews und Millus. Ein sehr ausführlicher Test mit sehr vielen Detailaufnahmen gibt es bei coffechains.

1 Kommentar zu „Review – Fantec BeastVision Actionkamera“

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