Was mir als eine der ersten Sachen aufgefallen ist, ist dass es die Stadt sehr sauber ist. Es liegt kaum Müll rum und überall sind Straßenkehrer unterwegs. Und wenn man nachts durch die Straßen läuft, sieht man, dass nachts die Straßen und Bürgersteige mit Wasser abgespritzt werden. Auch die Metro ist sehr sauber, modern und gepflegt. Und da sagt man die Deutschen wären so ordentlich, hier ist alles viel sauberer und generell besser in Schuss. Auch besonders alle Parkanlagen usw. Aber ich denke mal, das muss was typisches für Valencia sein, denn Barcelona z.B. war, als ich da war, dreckig ohne Ende…
Wer mich gut kennt, weiß dass ich andauernd MTV “Reality” Shows schaue. Real World ist eh Pflicht, Teen Mum ist auch nicht schlecht und ich gebe zu, dass ich sogar schon Jersey Shore “das eine oder andere mal” geschaut habe.
MTV’s neuester Streich heißt: My Life As Liz. Liz als Anführer der “nerd herd” kämpft gegen den “blond squad”. Ein klassisches High School Motiv, aber diesmal in besonders charmanter und liebeswerter Ausführung. Ein bisschen emo, ein bisschen nerdy, aber total lustig…
Heute habe ich (endlich nach einem halben Jahr) meine Predigtreihe über den 1. Johannesbrief abgeschlossen. Das ganze nahm keinen guten Anfang, ich hatte nämlich erst meine mühselig erstellte PPT Präsentation zu hause vergessen. Aber abgesehen davon muss ich sagen, dass es ziemlich gut lief und ich echt Spaß beim Reden hatte.
Man hört das zwar immer wieder, aber es ist echt so: ich ziehe höchstwahrscheinlich aus der Predigtvorbereitung für mich selbst viel mehr raus, als man dann beim Predigen vermitteln kann. Durch das intensive Beschäftigen mit dem Text wird einem selbst total viel klar und das Thema (so banal es einem vorher vorkam, Gottes Liebe – hallo?) wird einem dann selbst voll wichtig.
Naja, hört mal rein! And as always: feedback is highly appreciated!
Predigtreihe Themen aus dem 1Joh:
Gemeinschaftsstiftende Liebe: MP3PPT
Theologie: MP3PPT
Ethik (zusammen mit Marcus Meyer): MP3PPT
Praktischer Kommentar:
Im selben Atemzug möchte ich auch meinen Kommentar zum 1Joh veröffentlichen, den ich letztes Jahr erarbeitet habe. Der Kommentar ist geschrieben für den Gebrauch in der eigenen stillen Zeit, hat also auch einen meditativen Charakter. Doppelseitig bedruckt ergibt er eine kleine Broschüre. PDF
Nach dem Praktikum und vor dem neuen Semester bleibt mir nur noch eine freie Woche. In den letzten beiden Jahren war ich im Herbst ja sogar etwas weiter weg (hier und hier). Aber dieses Jahr war nur noch Zeit für einen Tagestrip. Mit Kajin, die auch noch etliche Urlaubstage übrig hat, ging es dann immerhin in zwei Bundesländer: nach Worms in RP und Schwetzingen in BW.
Mit dem Wetter hatten wir echt Glück, viel Sonne und warm wie im August. Bei an die 27 C wurde es einem schon fast zu heiß.
Time flies when you’re busy. Das hab ich jetzt wieder sehr eindrücklich bei meinem zweiten Praktikum erlebt. Die 5 Wochen gingen ruck zuck rum und nun sind nur noch zwei Tage übrig.
Am letzten Dienstag hatte ich so einen Tag, den man gut und gerne als Lehreralltag bezeichnen kann mit all seinen Höhen und Tiefen. Es begann mit einer Doppelstunden bei den “Kleinen” (5. Klasse). Und an diesem Tag war bei denen echt der Wurm drin (denn die Klasse ist bei weitem nicht immer so drauf), alle am schwätzen und stören. Unterricht war da kaum möglich und ich hab ungefähr nur die Hälfte von meinem vorgenommenen Stoff durchbekommen. Meine Mentorin meinte dann danach, ich “sei zu nett” und sollte wohl auch mal sauer werden.
Entschädigt dafür hat dann glücklicherweise die Doppelstunde beim 13er LK, ein kleiner Haufen (13 Schüler) mit Spaß an Englisch und am Diskutieren. Um das Thema Australien abzurunden, sollten sich die Schüler vorstellen, sie seien Politiker im australischen Parlament. Nach einer vorbereitenden Gruppenarbeit haben dann auch alle 45 Minuten lang eifrig und heftig debattiert und ihre möglichen und unmöglichen Vorschläge verteidigt. Es ging übrigens darum, ob die Queen head of state von Australien bleiben soll. Am Ende wurde sich dann für einen Aborigine King entschieden. Das Ganze war dann ein krasser Gegensatz zur Doppelstunde davor. Es gibt doch nichts schöneres für einen Lehrer, wenn die Schüler Spaß am Unterricht haben.
Wie eine Französischlehrerin zu mit meinte: “Lehrer sein ist kein Beruf, sondern eine Passion.”
Kevin Roose, ein atheistischer Student an der linken Brown Universität, verbringt ein Semester als getarnter Christ an der größten und wahrscheinlich auch politischsten evangelikalen Uni, der Liberty University, gegründet von Moral Majority leader Jerry Falwell.
Das könnte interessant werden, dachte ich mir. Und so war es dann auch. Ich hab das Buch innerhalb von 3 Tagen verschlungen. Es war unterhaltsam, hat an vielen Stellen aber auch nachdenklich über den eigenen Glauben gemacht.
Rooses größte Erkenntnis ist, dass sich viele Vorurteile nur schwer aufrechterhalten lassen, wenn man die Menschen persönlich kennen lernt (humanizing nennt er das). Zwar bekehrt er sich am Ende nicht, aber er lernt den Glauben und die Freude, die dieser Glauben bringt, zu schätzen und beneidet seine Kommilitonen etwas dafür. Und immerhin, wieder zurück auf Brown, sagt Roose von sich, dass er immer noch jeden Tag betet, auch wenn er sich nicht sicher is, dass seine Gebet gehört werden.
So, nachdem sich schon beschwert wird, dass mein blog eingeschlafen wäre, muss ich jetzt wirklich mal wieder was schreiben. Der Sommer neigt sich ja so langsam leider dem Ende zu. D.h. dass auch die ganzen Freizeiten in Gemünden nun rum sind. Dieses Jahr ging es mal wieder total schnell vorbei, ich kann immer noch nicht glauben, dass es schon Mitte September ist und ich sogar schon in meiner dritten Praktikumswoche bin!?
Eine Kleine Rückschau, was ich diesen Sommer so alles los war. Und nein ich, war nicht bei allen Freizeiten die ganze Zeit anwesend.
Kinderfreizeit 11.-23. Juli
“Betreuerfreizeit” 23.-25. Juli
Jugendfreizeit 25. Juli – 15. August
Bauwoche 24.-28. August
29. August – 05. September Twenfreizeit
So, und in einer Woche ist ja sogar schon das Jugendtreffen, aber das rechne ich jetzt nicht mehr mit zum Sommer.
Wer mehr Fotos von den einzelnen Freizeiten ansehen möchte, klicke einfach auf das entsprechende Bild!